Projekt ISA
Individuelle Einzelbetreuung von Jugendlichen mit Problemen im schulischen Umfeld, die im Regelschulbetrieb nicht (mehr) lösbar sind.
Individuelle Schul- und Arbeitsweltorientierung
Soziale und schulische Herausforderungen, Krankheit oder Ängste können Kinder und Jugendliche am Schulbesuch hindern. Schulvermeidung, Leistungseinbrüche, Aggression oder Rückzug im Unterricht werden als Symptome verstanden, die eng mit psychischen Belastungen, Bindungs‑ und Beziehungserfahrungen sowie früheren Beschämungen im Lernkontext verknüpft sind. Wir unterstützen junge Menschen der Sekundarstufe I und II, die im regulären Schulsystem nicht mehr lernen können.
Wir fördern ohne zu überfordern
Temporäre, an den individuellen Stärken und Bedarfen der Schüler*innen orientierte Hilfestellungen ermöglichen den Wiedereinstieg in das Regelsystem Schule oder in weiterführende arbeitsweltorientierte Angebote.
In enger Kooperation mit Schulen und Jugendämtern werden individuelle, unterstützende Angebote für Schüler*innen und deren Erziehungsberechtigten entwickelt. Die gegebenenfalls notwendigen ambulanten und stationären Hilfen bietet 1-2-GO! ebenfalls an.
Wir fördern im Auftrag der Jugendhilfe bei:
Ziele der Schulhinführenden Hilfen:
Ausserschulischer Lernort im 1:1 Kontakt
Das Projekt ist gekennzeichnet durch eine Kombination aus sozialpädagogischer Betreuung und Förderung sowie schulischem und berufsorientiertem Lernen. Durch intensive Betreuung im 1:1- Kontakt erfolgt eine Verbindung von arbeits- und sozialpädagogischen Elementen mit konventionellen Methoden der Lernstoffvermittlung.
Theorie und Praxis, Lernen und Arbeiten, aber auch erlebnisorientierte Aktivitäten bilden eine Einheit und werden auf die individuelle Bedarfslage der Jugendlichen abgestimmt.
Der schulferne Lernort ist bewusst gewählt. Er bietet den Projektteilnehmer*innen Abstand zur Schule als Ort des bisherigen Misserfolgs. Er ermöglicht Entlastung und trägt mit individuellen Förder- und Unterstützungshilfen dazu bei, das Projekt als Entwicklungsraum anzunehmen.
Um den Einstieg in das Projekt zu ermöglichen, werden die Jugendlichen bedarfsweise an ihrem Wohnort aufgesucht.
Wir leisten:
Orientierungsklasse an der Bischöflichen Marienschule
Als Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in eine Regelklasse und/oder eine weiterführende Hilfe bietet die Orientierungsklasse Kindern und Jugendlichen einen schulischen, sozial- und sonderpädagogischen Lernort, in dem sich Schüler*innen in einem Gruppenkontext orientieren und ausprobieren können.
Es werden bis zu zehn Jugendliche von Lehrkräften der Bischöflichen Marienschule in Begleitung von Sozialpädagog*innen des Projekts täglich für vier bis sechs Stunden unterrichtet.
In enger Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen für Sonderpädagogik der Bischöflichen Marienschule besteht ein individuelles Einzel- und Gruppenbetreuungskonzept, in dem das gemeinsame Arbeiten an schulischen Inhalten in der Kleingruppe, sowie regelmäßiges und pünktliches Erscheinen gefördert werden. Möglichst nah an schulischer Normalität werden Schul- und Klassenregeln erprobt, um eine Rückführung ins Regelsystem zu ermöglichen.
Wir leisten:
Projektbereich Digitaler Klassenraum
Da sich Lehren und Lernen im Wandel befinden, ergänzen wir unsere Projektbereiche um den digitalen Klassenraum. So begegnen wir dem Umstand, dass eine starre und ausschließlich auf Präsenz bezogene Begleitung nicht für jede*n den optimalen Weg darstellt.
Das Angebot richtet sich insbesondere an junge Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation nicht die Möglichkeit haben, eine Schule oder einen festen Lernort zu besuchen (z.B. Abstandsprojekte in In- und Ausland, häufig wechselnder Wohnort).
Das Angebot setzt an der medial ausgerichteten Lebensrealität der jungen Menschen an und bietet die Möglichkeit, soziale Interaktion in einem geschützten und reizarmen Raum zu erproben.