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Deine Rechte bei 1-2-GO!

Willkommen!

Hier erhältst Du einige wichtige Informationen zu Deinen Rechten und Deinen Möglichkeiten, Dich zu beschweren, falls etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte.

Herzlich Willkommen

bei 1-2-GO!

Wir wünschen dir einen guten, hilfreichen Aufenthalt in unserer Wohngruppe.
Wir hoffen, dass der Aufenthalt in der Wohngruppe für dich nützlich und hilfreich wird und Du in deinem Leben einen guten Schritt weiterkommen kannst!

Wahrscheinlich haben vorher schwierige Umstände und Entwicklungen dazu geführt, dass Du nun bei uns bist. Wir hoffen aber, dass wir mit dir einen Weg finden können, dass Du dich auf das Betreuungsangebot einlassen kannst.

Im Besonderen hoffen wir, dass wir dich gut unterstützen können und Du den Aufenthalt in der Wohngruppe für deine ganz eigene Lebenssituation als hilfreich erleben kannst.

Du findest auf dieser Seite auch einen Hinweis auf die sogenannten „Kinderschutzleitlinien“.

Wir würden uns freuen, wenn Du dir diese anschaust und zur Kenntnis nimmst. Nimm auch unser ernsthaftes Interesse und unsere Haltung wahr, dich gerade während der Betreuung bei uns schützen und unterstützen zu wollen und deine Rechte zu beachten.

Gerne kannst Du dich bei Fragen an uns wenden. An dein Betreuungsteam, an die Wohngruppenleitung oder an die Leitung der Einrichtung. Natürlich kannst Du Dich auch an Dein Jugendamt wenden, wenn Du Dich nicht verstanden fühlen solltest. In der Wohngruppe hängen Infos zu den Beschwerdemöglichkeiten, Ansprechpartner*innen und deren Kontaktdaten.

Wichtig ist uns vor allen Dingen, dass Du hier das Gefühl hast, dass man dir zuhört, dass wir dich in wichtige Entscheidungen einbeziehen und dass deine Meinung berücksichtigt werden soll.

Wir versuchen, das, was dir wichtig ist, gut aufzuschreiben und versuchen, dich so gut wie möglich zu verstehen. Wenn Du den Eindruck hast, dass wir dies nicht richtig tun oder getan haben, bitten wir dich, uns zu korrigieren und uns darauf hinzuweisen.

Manchmal neigen wir als Fachleute dazu, in einer nicht immer verständlichen Sprache zu sprechen. Solltest Du Dinge nicht verstanden haben oder wir zum Beispiel zu schnell reden oder zu kurz erklärt haben, möchten wir dich einladen, nachzufragen, wenn Du etwas nicht verstanden hast.

Auch wenn wir im Jugendhilfebereich keine direkte Schweigepflicht haben (wie zum Beispiel Ärzte diese haben) und das für dich zuständige Jugendamt über deine Zeit bei uns bei uns informieren werden, ist es für uns sehr wichtig deine Rechte zu wahren.

Mit wem wir deine Angelegenheiten besprechen und ob dies dein Einverständnis findet, werden wir mit Dir besprechen. Dabei möchten wir für eine große Offenheit in alle Richtungen werben. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir oft die Funktion übernehmen können, deine Themen, deine Anliegen, deine Not für andere Beteiligte zu übersetzen. Damit machen wir dich für die anderen verständlicher und leisten damit auch einen Beitrag dazu, dass da, wo Schwierigkeiten im Miteinander entstanden sind, es in Zukunft für dich leichter im Miteinander gehen kann.

Wichtig ist uns auch, dass wir gerne dein Einverständnis finden würden, wenn es um Untersuchungen oder Blutabnahmen sowie Behandlungen mit Medikamenten gehen sollte falls diese notwendig sind. Dies wird dir vielleicht nicht immer leichtfallen. Es kann sein, dass seelische Not dazu führt, dass Du dir selber keine Unterstützung möglich machst, die wir aus fachlicher Sicht für wichtig halten würden. Darüber würden wir gerne mit dir ins Gespräch kommen.

Bitte hab aber auch Verständnis dafür, dass wir in einer besonderen Verantwortung stehen, neben der Wahrung deiner Rechte und deines Schutzes auch eine notwendige medizinische und psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sicherzustellen, sodass wir vielleicht auch das eine oder andere Mal mit dir um die Behandlung ringen wollen. Wir verstehen dies in unserer Einrichtung als ein „Dranbleiben“ an dir und als Ausdruck unseres Wunsches, dich in deiner Problematik wirklich gut zu unterstützen.

Bei 1-2-GO! ist es ganz üblich, dass wir eine hohe Transparenz im gesamten Team haben, also Inhalte der Therapie im Betreuungsteam besprochen werden. So musst Du zum Beispiel Erlebnisse nicht immer wieder erzählen, sondern alle sind gut informiert. Jede® Mitarbeiter*in ist auf dem aktuellsten Stand und kann so möglichst gut auf dich und deine Anliegen oder Verhaltens- und Reaktionsweisen eingehen.

Wir bemühen uns, auch in deiner Umgebung einen guten Kontakt herzustellen: Bei den Menschen, mit denen Du häufig zu tun hast, diese anzuhören und zu verstehen. Das können deine Eltern oder andere Bezugspersonen sein, die sich neben deinen Eltern um dich kümmern und für dich sorgen. Falls diese Unterstützung benötigen, um für dich so noch einmal hilfreicher sein zu können, werden wir uns bemühen, auch ihnen Hilfe zukommen zu lassen.

Ein wichtiger Punkt ist mit Sicherheit auch noch, dass das Leben in der Gemeinschaft in einer Wohngruppe mit den anderen Kindern und Jugendlichen, die hier betreut werden, nicht immer einfach ist. Hier wäre es uns sehr wichtig, dass Du uns zeitnah informierst und wir dir hilfreich zur Seite stehen können, falls Du dich in deiner Sicherheit oder in deinen Rechten und deinen eigenen Grenzen verunsichert oder gefährdet fühlst.
Wir haben in der Einrichtung gute Möglichkeiten entwickelt, an deiner Seite zu sein und Dinge die vielleicht schwierig verlaufen sind zu klären, ohne dass Du dann zum Beispiel als Petze da stehst oder in der Gruppe noch mehr Stress mit anderen Kindern und Jugendlichen befürchten müsstest.

Vielleicht ist es für dich ungewohnt zu hören und zu glauben, dass Du uns hier wirklich wichtig bist.

Wir hoffen, dass wir dir im Verlauf der Betreuung Erfahrungen ermöglichen können, die dich dies spüren lassen und es zu einem sicheren Gefühl bei dir werden lassen können.

Solltest Du schon zu diesem Schreiben Fragen oder Anmerkungen oder Ergänzungen haben, sprich uns gerne an. Außerdem hast Du die Möglichkeit, dich in der Einrichtung auch unabhängig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit deinen Anliegen, Wünschen aber auch Kritik und Beschwerden zu äußern.

Hierzu gibt es den Brief-Kasten in der Wohngruppe. Dieser wird einmal in der Woche geleert und von deinem Team zur Kenntnis genommen, sodass du auch so mit uns in Kontakt zu treten und uns auf die Themen hinzuweisen kannst. Als Betreuer*innen in der Wohngruppe gibt uns das die Möglichkeit, noch einmal mehr deine Anliegen zu verstehen und, sofern es uns möglich ist und es sich um umsetzbare Anliegen handelt, auch eine Veränderung herbeizuführen.

Natürlich freuen wir uns auch über positive Rückmeldungen. Dies wird uns motivieren und ermuntern, so mit den positiven und guten Dingen in der Wohngruppe auch für andere Kinder und Jugendliche weiterzumachen.

Beschwerdewege: Solltest Du Dich nicht gut behandelt fühlen und Du Möglichkeiten suchst, Dich zu beschweren, findest Du in der Wohngruppe einen Aushang mit möglichen Ansprechpartner*innen und Institutionen, an die Du Dich wenden kannst.

Wir wünschen Dir nun einen guten Start bei uns und wollen dich nochmal recht herzlich begrüßen.

Das Team von 1-2-GO!