Unser 360 Grad Konzept

Immer mehr Kinder und Jugendliche fallen durch die Maschen des klassischen Jugendhilfe-Systems, weil sie neben ihren sozioemotionalen Problemen psychische Störungen und massive Verhaltensauffälligkeiten mitbringen, denen isoliert arbeitende Institutionen oft nicht gewachsen sind. Das führt zu regelmäßigen Wechseln des professionellen Settings und verhindert so die Kontinuität langfristiger Hilfeverläufe.

Solche Klient*innen zwischen 10 und 21 Jahren finden bei 1-2-GO! KLINISCHE JUGENDHILFE einen sicheren Ort. Im Unterschied zu rein pädagogisch arbeitenden Trägern hinterfragen wir die klinischen Hintergründe für Verhaltensabweichungen und decken ihre Ursachen auf. Hilfegefährdendes Verhalten verstehen wir vor dem Hintergrund von Entwicklungsgeschichte und psychischen Beeinträchtigungen als Arbeitsauftrag – nicht als Ausschlussgrund.

Im multiprofessionellen Kreis aus Pädagog*innen, Therapeut*innen und Psychiater*innen und in enger Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendpsychiatrien erarbeiten wir ein ganzheitliches Konzept für Therapie, Betreuung und Begleitung, das die Heranwachsenden mit ihren individuellen Herausforderungen uneingeschränkt annimmt. Dazu bieten wir unseren Klient*innen in der passenden Hilfeform einen zunächst erwartungsreduzierten Raum, in dem sie sich ohne pädagogischen Druck und überhöhte Erwartungshaltungen ihren Erkrankungen stellen. Damit schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für eine intensive therapeutische, psychoedukative und pädagogische Begleitung –weg von der Hospitalisierung und zurück zur sozialen Teilhabe.

Wir sind davon überzeugt, dass komplexe Krankheitsbilder komplexe Ansätze erfordern. Für diesen 360°-Blick auf unsere Klient*innen bringen wir unterschiedliche Professionen an einen Tisch: Sozialarbeit, Pädagogik, Therapie und Psychiatrie arbeiten Hand in Hand mit den Jugendämtern daran, mit Kindern und Jugendlichen neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Damit niemand mehr unnötige Runden durch die Institutionen drehen muss.

Hier können wir fundiert helfen:

- Regulationsstörungen der Aufmerksamkeit, Impulsivität und Aktivität

- Neurosen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen

- Trauma-Folgeerkrankungen und dissoziative Störungen

- Suchterkrankungen

- Autismusspektrumstörungen und Schizotypie

- Selbstverletzendes Verhalten

- Essstörungen

- Verhaltensauffälligkeiten bei hirnorganischen Erkrankungen

- Emotionale Konflikte im Zusammenhang mit überdurchschnittlicher Begabung

- Auffälligkeiten und Devianz im Rahmen der sexuellen Entwicklung